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Petitionen

Neben der monatlichen Briefaktion sammeln wir immer wieder Unterschriften auf Petitionen, die sich gegen Menschenrechtsverletzungen richten.



"Briefe gegen das Vergessen" (Monatsbriefe)

Die "Briefe gegen das Vergessen" sind eine wirksame Maßnahme. Dies zeigen immer wieder auch Auswertungen der Briefe und deren Folgen auf die betroffenen Fälle. Nachfolgend haben wir ein Beispiel aus dem Jahr 2008 dargestellt, das exemplarisch für diese Art von Unterstüzung steht:

Die Auswertung aller Briefe gegen das Vergessen 2008 ergab im Oktober 2009, dass bei 17 von insgesamt 36 Fällen eine positive Entwicklung zu verzeichnen war. Das sind fast 50 Prozent!

Von den Pfaffenhofener Unterstützern wurden zu 12 von den unten genannten Fällen Briefe verschickt.

Vier Gefangene wurden freigelassen! Abdul Aziz al-Khariji in Saudi-Arabien, Binayak Sen in Indien, Bu Dongwei in China und Idriss Boufayed in Libyen. In acht Fällen wurden Untersuchungen zu Menschenrechtsverletzungen aufgenommen bzw. die Fälle an internationale Gerichte oder Gremien verwiesen. In zwei Fällen wurde Anklage erhoben und in einem Fall bereits das Urteil gesprochen. In Simbabwe konnten zwei misshandelte Abgeordnete die Arbeit im Parlament wieder aufnehmen. Die Haftstrafe des Nigerianers Patrick Okoroafor wurde von lebenslang auf zehn Jahre herabgesetzt. Die Behörden gehen nun vorsichtiger mit der "Tiananmen-Mutter" Ding Zilin um, die immer wieder schikaniert worden war.

Mehr Information zu den oben genannten Fällen finden Sie auf der Hauptseite der deutschen Sektion von Amnesty International.

Tabelle: Briefe gegen das Vergessen 2008 (36 Fälle)

Erfolge

17

8 x wurden Untersuchungen der Menschenrechtsverletzungen aufgenommen bzw. die Fälle an internationale Gerichte/Gremien verwiesen

• Ernestina und Erlinda Serrano Cruz (El Salvador)
• Eynulla Fettullayev (Aserbaidschan)
• Ferhat Gercek (Türkei)
• Mon Balaj † und Arben Xheladini † (Serbien)
• Nathum Mohammad Isma'il al-'Ani (Irak)
• Oleg Orlov (Russische Föderation)
• Orhan Kemal Cengiz (Türkei)
• Ricardo Ucán Ceca (Mexiko)

4 Gefangene wurden freigelassen

• Abdul Aziz al-Khariji (Saudi-Arabien)
• Binayak Sen (Indien)
• Bu Dongwei (China)
• Idriss Boufayed (Libyen)

2 x wurden Verantwortliche für Menschenrechtsverletzungen vor Gericht gestellt und verurteilt bzw. es wurde Anklage gegen sie erhoben

• Abranches Afonso Penicelo † (Mosambik)
• Bárbara Italia Méndez (Mexiko)

1 x wurden zwei misshandelte Abgeordnete politisch rehabilitiert

• Nelson Chamisa und Paul Madzore (Simbabwe)

eine Haftstrafe wurde von lebenslang auf 10 Jahre herabgesetzt

• Patrick Okoroafor (Nigeria)

1 x führten Aktionen zu mehr Vorsicht der Behörden im Umgang mit einer NGO

• Ding Zilin (Tianenmen Mothers, China)

Negative Ergebnisse

8

5 x wurden Gerichtsurteile gefällt oder bestätigt

• Amine Sidhoum (Algerien)
• François-Xavier Byuma (Ruanda)
• Jayaprakash Sittampalam Tissainayagam (Sri Lanka)
• Louisa Saker (Algerien) • Ronak Safarzadeh (Iran)

1x wurden Visa zum 9. Mal bzw. permanent verweigert

• Adriana Pérez und Olga Salanueva (USA)

ein "Verschwundener" ist nach Angaben der Behörden "nicht in ihrem Gewahrsam"

• Chief Ebrima Manneh (Gambia)

1x wurden Morddrohungen ungenügend aufgeklärt, Schutzmaßnahmen abgebaut und es kam zu Nötigungen von Seiten der Behörden

• Fredy Peccerelli (Guatemala)

Keine neuen Informationen

11

• Artur Achmatchanow (Russische Föderation)
• Boris und Konstantin Schichmuradow (Turkmenistan)
• Charles Ntakirutinka (Ruanda)
• Eduard Furman (Ukraine)
• Marcelo Cano Rodríguez (Kuba)
• Ogulsapar Muradowa †, Annakurban Amanklitschew und Sapardurdi Chadschijew (Turkmenistan)
• Okunishi Masaru (Japan)
• Paul Ndokayi (Demokratische Republik Kongo)
• Sandro Girgwliani (Georgien)
• Thao Moua und Pa Fue Khang (Laos)
• Truong Quoc Huy (Vietnam)

Hintergrund

Tag für Tag werden Menschen gefoltert, wegen ihrer Ansichten, Hautfarbe oder Herkunft eingesperrt, ermordet oder verschleppt. Man läßt sie "verschwinden", unterwirft sie Terror und Schikane oder verurteilt sie zum Tode. Diese Menscherechtsverletzungen müssen aufhören! Amnesty International veröffentlicht jeden Monat weltweit Einzelschicksale politischer Verfolgung, um an das tägliche Unrecht zu erinnern. Die Erfolgsstatistik gibt diesem Vorgehen recht. Bei Auswertung der Zahlen und Ergebnisse ergibt sich eine Erfolgsquote von ca. 30 bis 50 Prozent.

Wir von der Pfaffenhofener Gruppe wählen jeden Monat einen dieser Fälle für den "Brief gegen das Vergessen" aus, der hier der Einfachheit halber als "Monatsbrief" bezeichnet wird. Für die Briefaktion verfassen und drucken wir einen Appelltext. Der Briefkopf des Absenders unserer Aktionsteilnehmer wird von uns dabei gleich mit eingefügt. Jeder Teilnehmer an der monatlichen Briefaktion muß daher nur noch die fertigen Texte unterschreiben und die Briefe zur Post bringen. Sie können so mit Ihrem persönlichen Engagement und den geringen Kosten von etwa € 3,00 pro Monat für das Porto dazu beitragen, daß Folter gestoppt, ein Todesurteil umgewandelt, ein Mensch aus politischer Haft entlassen wird oder wenigstens spürbare Erleichterungen für den Gefangenen erreicht werden.

Ziel dieses Monatsbriefes gegen das Vergessen ist es daher, die einzelnen Menschenrechtsverletzungen öffentlich zu machen, sowie den dabei jeweils konkret betroffenen Menschen durch Veröffentlichung seines Namens und seines Schicksals aus seiner Anonymität zu holen und ihm auch dadurch einen gewissen Schutz zu geben.

In unserem Archiv finden Sie unsere früheren Monatsbriefe.

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