Amnesty International Gruppe Pfaffenhofen / Ilm

Impressum | Login

Gruppe Pfaffenhofen / Ilm

StartseiteDer besondere Film

Was ist auf dem Bild zu sehen?

02.02.2019

vhs-Reihe: Der besondere Film - Styx

Styx ist ein Spielfilm von Wolfgang Fischer aus dem Jahr 2018 mit sehr vielen Auszeichnungen. Die Premiere der deutsch- österreichischen Koproduktion mit Susanne Wolff in der Hauptrolle erfolgte am 16. Februar 2018 im Rahmen der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin, wo der Film als Eröffnungsfilm der Sektion Panorama Special gezeigt und mit dem Heiner-Carow-Preis der DEFA-Stiftung ausgezeichnet wurde. Der Film kam am 13. September 2018 in die deutschen und am 23. November 2018 in die österreichischen Kinos und wird am 5.2.2019 um 19.30 in der vhs-Reihe "Der besondere Film" im CineradoPlex in Pfaffenhofen gezeigt.

Amnesty International empfiehlt den Besuch mit anschließender Gesprächsmöglichkeit sehr.

Inhalt Rike ist eine Notärztin. In ihrem Urlaub begibt sie sich alleine mit ihrer zwölf Meter langen Yacht Asa Gray auf einen Törn auf den Spuren von Charles Darwin von Gibraltar nach Ascension im Südatlantik. Auf ihrer Tour wird sie von einem Containerschiff in ihrer Nähe darüber informiert, dass sie sich auf ihrer Route auf einen schweren Sturm mit starkem Regen einstellen muss. Ihr wird aber in jedem Fall Unterstützung zugesagt.

Nach dem heftigen nächtlichen Unwetter entdeckt sie in der Nähe ihres Bootes einen havarierten und hoffnungslos überladenen Trawler. Über hundert Menschen sind vom Tod durch Ertrinken bedroht, sie winken und rufen in Richtung ihres Bootes. Rike versucht, das Schiff per Funk zu kontaktieren. Als sie keinerlei Antwort erhält, versucht sie, Rettung zu organisieren. Allerdings bleiben ihre Hilferufe zunächst ohne großes Echo, obwohl auf dem Bordradar mehrere Schiffe in der Nähe zu sehen sind. Die alarmierte Küstenwache verspricht zwar Hilfe, die aber viele Stunden auf sich warten lässt. Vom Kapitän des Transportschiffes, der ihr vor dem Sturm Unterstützung zugesagt hatte, erhält sie die Mitteilung, dass dessen Reederei jede Beteiligung an der Seenotrettung von Flüchtlingen verboten habe.

Durch das Fernglas nimmt Rike wahr, dass die Passagiere des Fischerbootes in höchster Not ins Wasser fallen oder springen. Ein etwa 14-jähriger Junge schwimmt und treibt zu ihrem Boot. Mit einem Rettungsring rettet sie den völlig erschöpften Jungen aus dem Wasser und zerrt den fast bewegungsunfähigen Körper an Bord. Auf einem Armband steht Kingsley, der Name des Jungen. Rike entfernt sich mit ihrer Yacht von dem Kutter, weil sie einen Versuch, weiteren Menschen zu helfen, wegen ihres dafür zu kleinen Bootes als lebensgefährlich einschätzt. Sie leistet bei Kingsley erste Hilfe, versorgt ihn professionell mit Wundverbänden und einer Infusion. Ein weiteres Mal wendet sie sich per Funk mit einem Notruf an die Küstenwache, die erneut angibt, dass Hilfe unterwegs sei und sie sich unbedingt von dem Flüchtlingsboot fern halten solle. Kingsley kommt zu Bewusstsein und versucht, Rike zu einer Rettungsaktion für den Kutter zu drängen, auf dem sich unter anderem seine Schwester befinden würde. Er ringt mit Rike um den Zündschlüssel der Yacht, stößt sie sogar von Bord und entfernt sich mit der Yacht von der im offenen Meer schwimmenden Rike. Nach einer kurzen Fahrt stoppt Kingsley das Boot wieder, Rike schafft es mit Mühe zurück an Deck. Entsetzt über dessen Aktion brüllt sie Kingsley zusammen, nimmt aber seine Verzweiflung wahr und meldet der Küstenwache, dass die Asa Grey nun selber sinken würde. Nach dem SOS schaltet sie die Bordelektrik ab, aktiviert die Notfunkbake und feuert mehrere Signalraketen ab.

In der kommenden Nacht nähert sie sich dem Kutter, entert dessen Deck und nimmt auf dem geisterhaft stillen Schiff eine Reihe von sterbenden und toten Menschen wahr. Im Morgengrauen nähert sich eine Fregatte der Küstenwache, mit Schnellbooten bergen Einsatzkräfte die Überlebenden und Toten vom havarierten Kutter, während laufend Funksprüche über weitere havarierte Schiffe mit jeweils vielen Flüchtlingen eingehen. Rike wird auf dem Schiff festgesetzt. Während sie stark traumatisiert ins Leere starrt, wird ihr mitgeteilt, dass gegen sie ein Verfahren eingeleitet wird.